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Evangelischen Bezirksjugend Adelsheim-Boxberg

 

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Er wird auftreten und weiden in der Kraft des HERRN.

Micha 5,3

Der da kommen wird, wird sein Volk "weiden". Das ist damals von denen, die Ohren hatten zu hören, sehr wohl verstanden worden. Sein Volk "weiden", das hieß: in der Art Gottes, des guten Hirten aus dem Psalm 23, uneigennützig für seine Menschen da zu sein. Da kann man bei Micha schon den Vorwurf seines späteren Prophetenkollegen Hesekiel heraushören: "Wehe den Hirten, die sich selbst weiden." Also: Wehe den Herren, die ihr eigenes Schäfchen ins Trockene bringen wollen.

Das ist so ähnlich, wie wenn heute jemand aufstünde, um zu sagen: Von der derzeitigen Politik oder auch von ihrer Fortsetzung kann die Rettung nicht kommen. Zu den Anfängen der Demokratie, zu den Anfängen der Verfassung müssen wir zurück. Politiker, die nicht ihren Vorteil suchen, die nicht zwei oder mehr Verdienste gleichzeitig einstreichen, sondern als Volksvertreter für das Volk eintreten, bräuchten wir.

Als Christen glauben wir, dass Jesus Christus der gute Hirte ist, der seine Schafe weidet. Sich zu ihm bekennen heißt dem Herrn gehören, der uns vorangeht, der uns mit Namen kennt, bei dem unser ganzes Leben in Zeit und Ewigkeit geborgen ist. Das ist verbürgt durch seinen Tod und seine Auferstehung. Und „die Schafe seiner Weide“ (Psalm 100,3) sind nicht „Schafe“ im Sinn unserer dummen Redeweise, sondern sind von Anfang an von ihm persönlich geliebt und immer zugleich ein Teil seiner Herde, das heißt zur Gemeinschaft berufen. Luther sagt: „Denn es weiß, Gott lob ein Kind von sieben Jahre, was die Kirche sein, nämlich die heiligen Gläubigen und die Schäflein die ihres Hirten Stimme hören.“ zu diesem Hirten gehört man nicht durch einfaches Mitlaufen mit der Herde. Diesem Hirten, der uns angenommen hat geben wir das persönliche Ja! Dadurch  gehören wir zur dem guten Hirten und werden bewahrt vor den vielen, die sich heute als religiöse Hirten und Wegweiser anbieten.